Mein Name ist Christin, ich bin Physiotherapeutin und arbeite in einer Praxis.
Im April machte Gabi Martin ein 8 wöchiges Praktikum bei uns, um die BPS-Therapie bekannt zu machen und um sich in der selbigen zu üben. Wir gaben ihr Patienten die an ihrer Therapie interessiert waren. Begleitend zu unserer Physiotherapie wirkte Gabi durch ihre BPS-Therapie sehr positiv auf die Patienten ein und wir erzielten sehr gute Erfolge.
Auch ich nahm sie regelmäßig zu einen Hausbesuch zu Patientin A mit.
Kurze Beschreibung der Situation:
Patientin A ist älteren Baujahres, sie lief bevor sie stürzte und sich einen Oberschenkelhalsbruch rechts zuzog mit einem Gehstock. Ein Krankenhausaufenthalt und eine Reha in einer Geriatrie folgten.
Als sie wieder nach Hause kam bekam ich die Verordnung „Krankengymnastik im Hausbesuch“.
Während meiner 1. Physiotherapie befragte ich die Patienten und fand heraus, dass sie vor dem Sturz recht selbstständig war, sie bewegte sich auf ihrer Etage im Haus frei herum und stieg auch Treppe. Daraus ergaben sich meine Ziele für die Therapie.
Am Anfang meiner Therapie lief sie nur kleine Gehstrecken und diese sehr schlecht. Ihr Problem lag nach 2 Behandlungen weniger im gebrochenen Schenkelhals, sondern viel mehr an den großen Schmerzen im linken Knie, in dem sie eine fortgeschrittene Arthrose plagte. Zudem quälte sie eine große Angst vor einen erneuten Sturz, daraus folgte ein Mangel an Selbstbewusstsein und va. Selbstvertrauen. Nach ca. 6 Behandlungen lief sie zumindest 2 - 3 mal im Zimmer umher und auch ihr Gangbild verbesserte sich wesentlich. Ich bekam natürlich eine Folgeverordnung, Gabi kam ab da an 1 mal wöchentlich mit zum Hausbesuch und therapierte die Patientin mit Gesprächen (zur Stärkung/Steigerung des Selbstvertrauens und –wertgefühls) und Akutbehandlungen. Trotz der Skepsis der Patientin zu Anfang bekam ihr die Therapie sehr gut, von da an stieg ihr Selbstvertrauen immer mehr und sie wagte sich auch größere Strecken zu laufen und dies auch alleine, mit leichter Unterstützung ihres Mannes, welcher natürlich sowohl in die Physiotherapie als auch in die BPS-Therapie einbezogen wurde. Die Motivation der Patientin stieg und dies war äußerst förderlich für meine Physiotherapie. In den letzten 2 Behandlungen geschah dann das „Wunder“. Rein medizinisch gesehen, war es absolut normal, das ihr das Knie so große Schmerzen bereitete, da die Arthrose einfach zu weit fortgeschritten war, und auch schon seit Jahren bestand. Jedoch waren die großen Schmerzen bei den letzen 2 Behandlungen fast gar nicht mehr vorhanden und somit stellte auch dies für die Patientin keinerlei Probleme dar. Nach dem laufen fragte ich die Patientin wie es dem Knie jetzt gehe, bzw. ob die schmerzen erträglich waren, weil mir ihr gutes Gangbild auffiel. Ihre Antwort: „Ich hatte gar keine Schmerzen“. Das erstaunte mich so sehr, das ich noch mehr von der BPS-Therapie beeindruckt und begeistert war. Letztendlich haben wir auch noch die letzte Hirte genommen und sind mit Hilfe ihres Sohnes Treppe gestiegen. Ich hätte dies am Anfang nicht erwartet, dass wir so weit kommen, da sie Anfangs nicht den Eindruck machte wieder so gut auf die Beine zu kommen. Aber Dank der Stärkung des Selbstvertrauens durch Gabi und den Akutbehandlungen, welche va. bei dem arthrotischen Knie anschlug aber auch zum Wohlbefinden des ganzen Körpers beitrug.
Meiner Meinung nach sollte die BPS- Therapie sogar mit in den Heilmittelkatalog aufgenommen werden, da va. die Psyche und das Wohlbefinden den Erfolg einer Therapie maßgeblich beeinflusst. Dies lernte ich bereits in meiner Ausbildung. Äußerst wichtig wäre die Therapie bei Kindern, da die ersten Lebensjahre ein Kind am meisten prägen. Also ist es zwingend notwendig gleich am Anfang eines Lebens Probleme und Fehler, die das spätere Leben negativ beeinflussen könnten zu vermeiden. Wobei sich dann eine mühevolle und harte Arbeit dies im Alter wieder aufzuarbeiten erübrigen würde.
Ebenso ist die Therapie enorm hilfreich bei psychisch Kranken und psychisch instabilen Menschen. Gerade in der heutigen Zeit gibt es mehr als genug Menschen mit den Problemen/Krankheitsbildern ob diagnostiziert oder nicht. Auch die Tiefenentspannung in den Behandlungen lassen den Menschen zur Ruhe kommen und sich selbst analysieren für mehr Körpergefühl und Selbstwahrnehmung. Auch ich durfte dieses bei einer Behandlung bei Gabi erfahren. Meine Erfahrungen mit Gabi und der BPS-Therapie während ihres Praktikums waren nur positiv und gaben mir eine andere Sichtweise von mir und anderen Menschen in meiner Umgebung.
Ich sende noch einen herzlichen Dank an Gabi, für ihre gute Arbeit und die Erfahrungen mit ihr und der BPS-Therapie!
